Winterzeit – Einbruchszeit

Während die meisten Menschen in der langen Winterdämmerung mit Müdigkeit und Konzentrationsschwäche zu kämpfen haben, wird eine bestimmte „Berufsgruppe“ gerade jetzt hochaktiv: die Einbrecher. Wie man sich wirksam vor Einbrecherbanden schützen und was man tun kann, wenn es dennoch passiert, erfahren Sie beim WEISSEN RING, dem Verein für Verbrechensopferhilfe.

Entgegen landläufiger Meinungen passieren die meisten Einbrüche nicht in der Nacht, sondern tagsüber, wenn die Menschen in der Arbeit sind oder beim Einkaufen. Die lange Dämmerungszeit an Wintertagen bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für einen schnellen, unbeobachteten Einbruch. Der WEISSE RING empfiehlt deshalb: Achten Sie gerade jetzt auf die Sicherheit! Schützen Sie Ihr Heim mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen!

  • Verschließen Sie Ihre Wohnung immer – auch bei nur kurzen Abwesenheiten
  • Wohnungs- bzw. Hausschlüssel niemals außerhalb der Wohnung verstecken (Einbrecher finden jedes Versteck)
  • Schließen Sie Fenster und Türen (auch gekippte Fenster sind offene Fenster)
  • Bankkarten und PIN-Codes immer getrennt aufbewahren

Zeichen von längerer Abwesenheit vermeiden (Setzen Sie auf Nachbarschaftshilfe, sorgen Sie dafür, dass Briefkästen immer geleert werden.)

Wenn Sie dennoch Opfer eines Einbruchs geworden sind, nehmen Sie in jedem Fall Kontakt mit dem WEISSEN RING auf! Der Verbrechensopferverein hilft Ihnen schnell und unbürokratisch bei allen Belangen. Von der kostenlosen Rechtsberatung in Zusammenhang mit Opferrechten, über Krisenintervention bis zur finanziellen Unterstützung in Notfällen.

Was von vielen Einbruchsopfern unterschätzt wird, ist die lange „Halbwertszeit“ bei traumatischen Erlebnissen. „In vielen Fällen“, so Dina Nachbaur, Leiterin der Opferhilfe beim WEISSEN RING, „kommt die Reaktion mit Verspätung.“ Das Problem bei Einbruchsopfern sei der massive Verlust von Sicherheit, erläutert Nachbaur. „Die eigenen vier Wände sind für die meisten Menschen die wichtigsten Sicherheitsorte. Durch einen Einbruch können sie vorübergehend zu ‚Unsicherheitsorten’ werden.“ Panikattacken, Schlaflosigkeit, Unruhe und Konzentrationsstörungen sind die oft gravierenden psychischen Folgen.

Der WEISSE RING rät allen Verbrechensopfern sich sofort an die Verbrechensopferhilfe zu wenden. Am einfachsten über den

Opfernotruf 0800 112 112 – rund um die Uhr, anonym und kostenlos aus ganz Österreich