Cyberviolence – Gewalt im Internet

Die Digitalisierung des Verbrechens braucht neue Formen der Opferhilfe. Der WEISSE RING erarbeitet gemeinsam mit dem Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien Kriterien, Richtlinien und Workshop-Designs zu Hass und Gewalt im Netz. 

Beleidigungen, Beschimpfungen, Bloßstellungen – Hassangriffe im Internet sind für Betroffene besonders schwer zu ertragen. Vor einem potenziell unbegrenzten „Publikum“ fühlen sich viele Betroffene schutzlos ausgeliefert. Die Opferhilfe hinkt mit den herkömmlichen Instrumentarien oft hinterher. Betroffene brauchen neben rechtlichen Auskünften auch technische Tipps für das Löschen von „Postings“ und zum Schutz der eigenen Privatsphäre im Internet. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien erarbeitet der WEISSE RING Wissen, um den Handlungsspielraum der Berater/innen von Opferhilfe-Einrichtungen zu erweitern. Eingebunden wird dabei die Expertise verschiedener anderer Stellen, etwa der ISPA (Internet Service Providers Austria) oder der neuen Beratungs- und Meldestelle gegen Hass im Netz.

Bei einem ersten gemeinsamen Workshop wurden unterschiedliche Perspektiven und Phänomene von „Gewalt im Netz“ diskutiert. Lyane Sautner, Franz Galla und Monika Stempkowski brachten rechtliche Ansätze ein. Das Projekt wird durch das Bundeskanzleramt und das Gesundheits- und Frauenministerium finanziert. Ergebnis des Projektes werden Trainings für Berater/innen sein, um Betroffene umfassend unterstützen zu können.

Foto (v.l.): Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner, Dina Nachbaur, Anna Müller-Funk, Sandra Benecchi (beide Forschungszentrum Menschenrechte, Universität Wien)