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Band 6 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Udo Jesionek
Lyane Sautner: Opferinteressen und Strafrechtstheorien. Zugleich ein Beitrag zum restorativen Umgang mit Straftaten
Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 6
Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2010

Opfer strafbarer Handlungen spielen in den theoretischen Konzepten des Strafrechts traditionell - wenn überhaupt - eine Nebenrolle. Gleichwohl hat die Stellung des Opfers im österreichischen Strafprozess in den beiden letzten Jahrzehnten eine deutliche Aufwertung erfahren. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwiefern die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen von Kriminalitätsopfern durch das Strafrechtssystem legitim ist. Dazu ist es zunächst erforderlich, die empirischen Befunde zur Bedürfnis- und Interessenslage von Opfern zu analysieren. Auf dieser Grundlage wird in einem weiteren Schritt überprüft, in welcher Form und bis zu welchem Ausmaß die Bedürfnisse und Interessen von Opfern im Strafprozess wie auch im materiellen Strafrecht Beachtung finden können bzw. dürfen. Zu berücksichtigen sind dabei jene Schranken, die sich aus den Grundsätzen des formellen und materiellen Strafrechts und insbesondere den berechtigten Interessen des Beschuldigten ergeben.
Dadurch entsteht der Entwurf einer opferorientierten Strafrechtstheorie, die im Hinblick auf ihr Zukunftsgerichtetheit als "Opferprävention" zu bezeichnen ist. Es wird gezeigt, dass eine solche Strafrechtstheorie Überschneidungen nicht nur mit den Herrschenden präventionsgerichteten Zweckbeschreibungen des Strafrechts, sondern auch mit dem Konzept einer so genannten Restorative Justice aufweist.

ISBN 978-3-7065-4802-1, 448 Seiten

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Wien und das Land Oberösterreich.




Band 5 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Udo Jesionek
30 Jahre Weisser Ring. Eine Festschrift.
Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 5
Studienverlag, Innsbruck/Wien/München/Bozen 2008


"30 Jahre Weisser Ring in Österreich" zeigt die Entwicklung einer privaten Opferhilfeinitiative Ende der 1970er-Jahre zur heute einzigen, flächendeckend in ganz Österreich aktiven Opferhilfeeinrichtung Weisser Ring.
Den Kern der Organisation bildet heute die Beratung und Betreuung von Opfern von Straftaten durch über 300 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, dazu kommen der Betrieb des Kompetenzzentrums Opferhilfe mit dem 24-Stunden-Opfernotruf 0800 112 112 und die psychsoziale und anwaltliche Prozessbegleitung im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz.
Neben einem kurzen Abriss über die Geschichte des Weissen Ringes wird anhand von Beispielen die Arbeit in der Praxis dargestellt.
Mit der Entwicklung des Weissen Ringes als Organisation ist die Entwicklung der Opferrechte in Österreich in den letzten 30 Jahren verknüpft, die oft auf Initiativen der Organisation zurückgehen.
Mit Beiträgen von Udo Jesionek, Manfred Armbruckner, Franz Grünbart, Andrea Krenn, Lucas Lorenz, Renate Mosser, Dina Nachbaur und Sabine Tutschek.

ISBN 978-3-7065-4676-8, 64 Seiten




Band 4 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Weisser Ring Forschungsgesellschaft
Silvia Jurtela: Häusliche Gewalt und Stalking.
Die Reaktionsmöglichkeiten des österreichischen und deutschen Rechtssystems.

Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 4
Studienverlag, Innsbruck/Wien/München/Bozen 2007


Die Gewalt im familiären Bereich macht den größten Teil der Gewaltskriminalität aus. Neben der Gewalt von Erwachsenen an Kindern sind insbesondere Frauen von psychischer und physischer Gewalt betroffen. Die Gewalt in der Familie stellt eine massive Sicherheitsgefährdung und Menschenrechtsverletzung dar. Die Gewaltschutzgesetze haben im zivilrechtlichen bzw. polizeirechtlichen Bereich eine Handhabung gegen Gewalt im sozialen Nahraum geschaffen, welche weit über den davor bestehenden Normenbestand hinausgeht. Im Gegensatz dazu bieten das Strafrecht und das Strafprozessrecht trotz des Voranschreitens von Opferrechtsnormierungen teils noch nicht ausreichend Raum für die Bedürfnisse der Opfer von häuslicher Gewalt.
Dieses Buch umschreibt umfassend die Fortschritte, aber auch die Schwierigkeiten mit den Gewaltschutzgesetzen sowie die strafrechtlichen Möglichkeiten zur Eindämmung der häuslichen Gewalt. Untersucht wird sowohl die Effizienz von herkömmlichen Strafen und Maßnahmen, als auch von Diversion und Täterprogrammen hinsichtlich der Beendigung von Gewalt. Angesprochen werden auch Sonderthematiken wie die Zwangsverheiratung und der Missbrauch des Obsorgerechts durch gewalttätige Väter.
Neben der häuslichen Gewalt führt auch das Stalking durch Ex-Partner oft zu lang andauernder und interventionslos bleibender Viktimisierung. Die meisten Stalking-Vorfälle treten nach Beendigung einer Beziehung auf Weil sich das Opfer so der Gewaltspirale entzieht, versucht der Täter durch Stalking weiterhin auf das Leben des Opfers einzuwirken und es wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Das Buch bespricht das Phänomen Stalking im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und auch generell ausführlich. Weiters werden die neuen strafrechtlichen Stalking-Tatbestände und die zivilrechtlichen Regelungen untersucht. Beide Themenbereiche werden im Zwei-Länder-Vergleich Österreich und Deutschland beleuchtet.

ISBN 978-3-7065-4500-6, 380 Seiten




Band 3 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Weisser Ring Forschungsgesellschaft
Reinhard Moos / Udo Jesionek / Otto F. Müller (Hrsg.):
Festschrift für Roland Miklau zum 65. Geburtstag. Strafprozessrecht im Wandel.

Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 3
Studienverlag, Innsbruck/Wien/München/Bozen 2006


Nach der großen Strafrechtsreform von 1974 ist derzeit eine für die Praxis vielfach noch viel bedeutendere grundsätzliche Reform des österreichischen Strafverfahrensrechts im Gange. Eckpunkte dieser Reform sind einerseits die völlige Neugestaltung des Ermittlungsverfahrens, andererseits der weitgehende Ersatz des förmlichen gerichtlichen Verfahrens im Bereich der leichten Kriminalität durch diversionelle Erledigungen. Dritter Eckpunkt ist die Realisierung des neuen Strafrechtszweckes der Restauration des Verbrechensopfers, dem im künftigen Strafprozess die Stellung einer selbstständigen Prozesspartei mit einer Fülle von Schutz-, Antrags-, Mitwirkungs-, Kontroll- und Rechtsmittelrechten zukommt.
Beiträge von: Wolfgang Aistleitner, Christian Bertel, Alois Birklbauer, Reinhard Böttcher, Wolfgang Bogensberger, Manfred Burgstaller, Christian Grafl, Ernst Eugen Fabrizy, Helmut Fuchs, Wolfgang Gratz, Robert Hauser, Marianne Hilf, Udo Jesionek, Heike Jung, Otto Lagodny, Heimo Lambauer, Rudolf Machacek, Christian Manquet, Karl Mayrhofer, Ursula Medigovic, Reinhard Moos, Wolfgang Moringer, Heinz Müller-Dietz, Mark Pieth, Arno Pilgram, Eckart Ratz, Peter Rieß, Peter J. Schick, Niklaus Schmid, Gabriele Schmölzer, Kurt Schmoller, Hans Valentin Schroll, Klaus Schwaighofer, Petra Smutny, Richard Soyer, Wolfgang Stangl, Wolf Szymanski, Otto Triffterer, Petra Velten, Andreas Venier, Stanislaw Waltos, Fritz Zeder.

ISBN 3-7065-4316-8, 662 Seiten

Gedruckt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Wien, des Bundesministeriums für Justiz in Wien, der Stadt Wien/MA7, der Universität Linz, der Vereinigung Österreichischer StrafverteidigerInnen, des Juristenverbandes, der Sparkasse Oberösterreich und der Raiffeisenbank Oberösterreich.




Band 2 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Weisser Ring Forschungsgesellschaft
Udo Jesionek / Marianne Hilf (Hrsg.):
Die Begleitung des Verbrechensopfers durch den Strafprozess.
Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 2.
Studienverlag Innsbruck, Wien 2006


Die Vorbereitung auf die Vernehmungen und Verhandlungen vor Polizei und Gericht und die Begleitung durch den gesamten Strafprozess ist ein vorrangiges Anliegen der Verbrechensopfer. Seit dem Ende der 1990er-Jahre wird die psychosoziale und juristische Prozessbegleitung von Frauen- und Kinderopferschutzeinrichtungen und ganz allgemein durch den „Weissen Ring“ angeboten.
Aufgrund der zweiten StPONovelle 2005 und einer Reihe von konkreten zwischen Bundesministerium für Justiz und einzelnen Verbrechensopferhifeorganisationen abgeschlossenen Verträgen besteht nunmehr für alle Opfer von Gewalt, gefährlicher Drohung und Sexualdelikten, sowie für nahe Angehörige von Personen, deren Tod durch eine Straftat herbeigeführt wurde und andere Angehörige, die Zeugen der Tat waren, ein Rechtsanspruch auf psychosoziale und juristische Prozessbegleitung.
Dieser Band arbeitet nicht nur die viktimologischen und rechtsdogmatischen Probleme im Zusammenhang mit der Begleitung von Verbrechensopfern durch den Strafprozess auf, sondern legt vor allem die konkrete Durchführung der Prozessbegleitung auf Basis einer Reihe von Erfahrungsberichten von RichterInnen und psychosozialen und juristischen ProzessbegleiterInnen dar. Dazu kommt ein Blick auf die Rechtslage der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz.
Beiträge von: Gabriele Bogensberger, Andrea Brem, Karin Bruckmüller, Marianne Hilf (vormals Löschnig-Gspandl), Renate Hojas, Xenia Hultsch, Udo Jesionek, Michael Kilchling, Lucas Lorenz, Elisabeth Rech, Maria Schwarz-Schlöglmann, Eva Weishaupt, Ilse Wildling.

ISBN 3-7065-4220-X, 192 Seiten

Gedruckt mit Unterstützung der Sparkassen-Versicherung


Referat von HonProf.Dr.Udo Jesionek, gehalten anläßlich der Buchpräsentation am 13.2.2006 im Bundeministerium für Justiz




Band 1 "Viktimologie und Opferrechte", Hrsg. Weisser Ring Forschungsgesellschaft
Albin Dearing, Marianne Löschnig-Gspandl (Hrsg.):
Opferrechte in Österreich. Eine Bestandsaufnahme.

Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft - VOR. Band 1.
Studienverlag Innsbruck, Wien 2004


Situation und Rechte der Opfer von Straftaten zählen zu den nach wie vor stark vernachlässigten Forschungsgebieten. Der erste Band der viktimologischen Schriftenreihe bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Österreich aus rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Sicht unter Berücksichtigung auch der praktischen Arbeit bestehender Opferhilfeeinrichtungen.
Besondere Aktualität kommt diesem Band im Hinblick auf die neue gesetzliche Regelung des Strafverfahrens zu, mit der ein erheblicher Ausbau der Rechte der Straftatopfer erfolgt. Für die Beurteilung des Standes der Realisierung der Opferrechte in Österreich bildet der Rahmenbeschluss der EU über die Stellung des Opfers im Strafverfahren den primär maßgeblichen Hintergrund.
Beiträge von: Karl Dantendorfer, Albin Dearing, Heinz Drobesch, Elfriede Fröschl, Marianne Gammer, Birgitt Haller, Udo Jesionek, Marianne Löschnig-Gspandl, Petra Smutny, Thomas Wenzel

ISBN: 3-7065-1889-9, 184 Seiten

Gedruckt mit Unterstützung der Oesterreichischen Nationalbank und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur

 

 

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