BILLA und MERKUR unterstützen WEISSEN RING mit 12.000 Euro

Die Verantwortlichen bei BILLA und MERKUR wissen, wie wichtig rasche und unbürokratische Hilfe sein kann, wenn jemand Opfer einer Straftat geworden ist. Die beiden Lebensmittelhändler mit zusammen 30.000 Mitarbeiter*innen in Österreich kooperieren schon seit vielen Jahren mit dem Weissen Ring.

BILLA und MERKUR unterstützen auch heuer in Form von Einkaufsgutscheinen und Bargeld. So kann der Weisse Ring im Bedarfsfall Soforthilfe leisten. Für das Jahr 2020 werden jeweils EUR 6.000 bereit gestellt – Gutscheine im Wert von EURO 4.300 und ein Geldbetrag von EUR 1.700. Alexandra Draxler-Zima (Vorstandssprecherin MERKUR) und Robert Nagele (Vorstandssprecher BILLA) überreichten gemeinsam mit den beiden Betriebsratsvorsitzenden Claudia Slezak (MERKUR) und Werner Hackl (BILLA) die Gutscheine an Udo Jesionek (Präsident Weisser Ring) und Natascha Smertnig (Geschäftsführerin Weisser Ring).

Bei dieser Gelegenheit unterstrichen alle Beteiligten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Opferhilfe-Einrichtung. So stellen Spenden – sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen – ein wichtiges Standbein der Finanzierung des Weissen Rings dar. Ohne diese könnte Opferhilfe nicht in der gewohnten und bewährten Form stattfinden. Umgekehrt ist es für Handels-unternehmen, deren Mitarbeiter*innen immer wieder mit Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert sind, wichtig, im Ernstfall auf einen professionellen Partner wie den Weissen Ring zurückgreifen zu können.

Der WEISSE RING als Partner

Das Thema Tatort Arbeitsplatz ist seit Jahren einer der Schwerpunkte in der Arbeit des Weissen Rings, sowohl in der Beratung Betroffener als auch im Bereich von Schulung und Information. Jede Form von Gewalt erfordert ein Bündel an Maßnahmen, um die Auswirkungen für Betroffene möglichst erträglich zu halten, aus den Vorfällen zu lernen und um drohende Gewalt in Zukunft nach Möglichkeit verhindern zu können. Mit Prozessbegleitung und Beratung hinsichtlich der Rechte laut Verbrechensopfergesetz liefert der Weisse Ring einen ganz konkreten, praktischen Beitrag zur Bewältigung derartiger Vorfälle und stellt so eine wertvolle Ergänzung zu unternehmensinternen Maßnahmen dar.

Gewalt am Arbeitsplatz

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definiert Gewalt am Arbeitsplatz als „eine Handlung, eine Begebenheit oder ein von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird“. Interne Gewalt wird durch Kolleg*innen, Vorgesetzte oder Management verursacht. Externe Gewalt wird von Kund*innen, Patient*innen, Klient*innen ausgeübt und ist sehr oft mit körperlicher Gewalt verbunden.

Foto: Claudia Slezak (Betriebsratsvorsitzende MERKUR), Alexandra Draxler-Zima (Vorstandssprecherin MERKUR), Udo Jesionek (Präsident Weisser Ring), Robert Nagele (Vorstandssprecher BILLA), Werner Hackl (Betriebsratsvorsitzender BILLA), Natascha Smertnig (Geschäftsführerin Weisser Ring) bei der Überreichung der Gutscheine
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