Was Sie immer schon wissen wollten

Folgen Sie unserer aktuellen Serie zum “ABC des WEISSEN RINGS”. Erfahren Sie mehr über uns und unsere Arbeit – von A wie Angebot bis Z wie Ziele.

Kennen Sie das? Sie sind begeistert von einer Sache oder einer Organisation – beispielsweise vom WEISSEN RING und den Zielen, die hier verfolgt werden – und müssen leider feststellen, dass Ihr Gegenüber viel zu wenig darüber weiß. Das erleben auch wir vom WEISSEN RING immer wieder. Deshalb haben wir die Köpfe zusammengesteckt, Begriffe gesammelt und machen daraus eine Serie. Schritt für Schritt entsteht in den nächsten Monaten das ABC des WEISSEN RINGS.

Wenn Sie mit dabei sein und regelmäßig mitlesen wollen, dann folgen Sie uns auf Instagram oder Facebook! Auch auf LinkedIn und Twitter werden wir regelmäßig über die Serie berichten.

Momentan halten wir bei mehr als 60 Begriffen zu folgenden Fragen:

  • Wer ist der WEISSE RING?
  • Wie hilft der WEISSE RING?
  • Welche Arbeitsfelder deckt der WEISSE RING ab?
  • Auf welchen gesetzliche Grundlagen baut die Arbeit des WEISSEN RINGS auf?
  • Wie können Sie mehr über den WEISSEN RING erfahren und mit uns in Kontakt treten?
  • Wie wird der WEISSE RING finanziert?

Zwölf Postings haben wir bereits auf Facebook und Instagram publiziert. Hier finden Sie diese ersten Themen gesammelt. Alle Postings werden durch das Hashtag #weisserringoesterreich verbunden

Viel Spaß beim Lesen!

B wie Beratung

Wir bieten professionelle Beratung und Betreuung durch unsere Expert*innen um Opfern von Straftaten zu helfen.

03/21


B wie besonders schutzbedürftige Opfer

Im österreichischen Strafverfahren haben „besonders schutzbedürftige“ Opfer auch besondere Rechte (§ 66a Strafprozessordnung). Um ihnen diese zusichern zu können, muss die Schutzbedürftigkeit frühzeitig erkannt und anerkannt werden. Hier beraten Opferschutz-Einrichtungen und Polizei.

Ob jemand als besonders schutzbedürftig eingestuft wird, hängt vom Alter, dem seelischen und gesundheitlichen Zustand sowie von der Art und den konkreten Umstände der Straftat ab. So fallen Opfer, die in ihrer sexuellen Integrität und Selbstbestimmung verletzt worden sein könnten oder auch Minderjährige auf alle Fälle in diese Gruppe.

04/21


B wie Betrug

Opfer von Betrugsdelikten werden, zusätzlich zu finanziellem Schaden, sehr oft von Schamgefühlen begleitet. Die meist gut organisierten Täter*innen arbeiten mit dem Überraschungsmoment und hohem emotionalem Druck, um so die Opfer auszunützen und sie zu manipulieren. Betrug kommt in vielen Formen vor, z.B. als Neffentrick, Polizistentrick, Handwerkertrick oder Liebesbetrug.

03/21


F wie Finanzielle Unterstützung

Menschen, die durch eine Straftat in akute finanzielle Not geraten, steht der WEISSE RING mit einigen Möglichkeit zur Seite: Einkaufsgutscheine, finanzielle Soforthilfe oder die Vorfinanzierung staatlich finanzierter Ansprüche.Ermöglicht wird diese Form der Unterstützung aus Spenden.

05/21


G wie situative Gewalt

Opfer von situativer Gewalt wie Überfall, Einbruch, Raub sowie Angehörige von Mordopfern erhalten Unterstützung beim WEISSEN RING. So stehen wir Opfern von Straftaten beispielsweise für entlastende Gespräche zur Verfügung, beraten rechtlich, vermitteln bei Bedarf Krisenintervention oder Psychotherapie oder leisten unter Umständen auch finanzielle Soforthilfe.

04/21


I wie Instagram

Wir sind für Opfer von Straftaten da. Kostenlos, unbürokratisch, rasch und verfügbar auf
verschiedensten Plattformen. Besuchen Sie uns auf Instagram.
https://www.instagram.com/weisserringoesterreich/

05/21


N wie Nachbetreuung

Der WEISSE RING steht den Betroffenen nicht nur in Form von psychosozialer Unterstützung, rechtlicher Beratung und Prozessbegleitung zur Verfügung. Auch nach einem Verfahren kann unsere Hilfe in Anspruch genommen werden, wenn dies benötigt wird – beispielsweise, um das Urteil nachzubesprechen.

05/21


O wie Opferhilfe

Der WEISSE RING hilft Opfern von Straftaten ungeachtet des Alters, Geschlechts, der Nationalität und der Art des Verbrechens. Verbrechensopfer haben eine ganze Reihe an Rechten – auch im Strafprozess. Wir klären auf und vermitteln gegebenenfalls an spezialisierte Hilfsorganisationen.

Opferhilfe, wie der WEISSE RING sie anbietet, ist nur mit Hilfe von Spenden möglich – sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen.

03/21


O wie Opfer-Notruf

Der Opfer-Notruf 0800 112 112 ist eine Initiative des Bundesministeriums für Justiz, betrieben vom WEISSEN RING und fungiert als erste, zentrale Anlaufstelle für alle Opfer krimineller Handlungen und deren Angehörige. Die Rufnummer ist rund um die Uhr, an allen Tagen des Jahres aus ganz Österreich gebührenfrei erreichbar. Mehr Informationen finden Sie direkt auf www.opfer-notruf.at.

03/21


P wie Prinzipien

Die zentralen Grundsätze der Opferarbeit des WEISSEN RINGS setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen.

  • Aus Empowerment, um durch Unterstützung der Betroffenen Ihre Sicherheit zurückerlangen.
  • Aus Interdisziplinärer Zusammenarbeit, um ein breit gefächertes Angebot für die Betroffenen zu Verfügung zu stellen.
  • Aus Kooperationen mit anderen Institutionen und durch
  • Kostenlose Inanspruchnahme des Angebots für Betroffene.
  • Aus Parteilichkeit.
  • Und natürlich aus Vertraulichkeit und Anonymität, durch Schaffen eines geschützten Rahmens für Betroffene.

05/21


P wie Prozessbegleitung

Unter bestimmten Umständen haben Opfer von Straftaten Anspruch auf Prozessbegleitung. Das bedeutet, dass ihnen ein*e Expert*in zur Seite steht und sie beispielsweise nicht allein vor Gericht erscheinen müssen. Sie erhalten kostenlos psychosoziale und bei Bedarf auch juristische Unterstützung.

Bei der psychosozialen Prozessbegleitung geht es darum, das Opfer der Straftat zum einen auf das Strafverfahren, das sehr belastend sein kann, vorzubereiten und zum anderen darum, den/die Betroffene zu Vernehmungen und Verhandlungen zu begleiten und im Prozess zu unterstützen. Aufgabe der juristischen Prozessbegleitung ist die Beratung über rechtliche Belange und die Vertretung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt im Strafverfahren.

04/21


S wie schonende Einvernahme

Jedes Zusammentreffen mit dem Täter setzt das Opfer einer Straftat einer enormen Belastung aus. Deshalb gibt es unter bestimmten Umständen die Möglichkeit einer so genannten „schonenden Vernehmung“. Das bedeutet, dass das Opfer in einem abgesonderten Raum befragt und die Befragung in den Verhandlungssaal übertragen wird. Dadurch können zwar alle, die dort anwesend sind, die Befragung sehen und hören, das Opfer muss aber mit dem / der Beschuldigten nicht persönlich zusammentreffen.

Die schonende Einvernahme kommt vor allem bei besonders schutzbedürftigen Opfern zur Anwendung. Es gibt darüber hinaus auch noch andere Gründe für den Einsatz dieses Instruments.

04/21


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