Ziele

  • Ziel der gesamten Tätigkeit des Vereines ist es, die von der öffentlichen Hand oder von privaten Organisationen entfalteten Bemühungen um soziale Hilfe für Kriminalitätsopfer und im Interesse der Verhütung strafbarer Handlungen zu unterstützen.
  • Der WEISSE RING betrachtet es als seine Aufgabe, sich für Anliegen von Opfern krimineller Verhaltensweisen einzusetzen, die Ursachen zu erforschen, die Personen zu Opfern strafbarer Handlungen machen, und verbrechensvorbeugende Maßnahmen zu fördern.
  • Der WEISSE RING hilft dabei, dass der Zugang und die Inanspruchnahme von Unterstützungen gewährleistet ist, und unterstützt Opfer bei der Durchsetzung ihrer Rechte.
  • Ziel des WEISSEN RINGS ist darüber hinaus die Schaffung eines Klimas des respektvollen Umgangs mit Opfern und die kontinuierliche Verbesserung der Opferrechte auf nationaler und internationaler Ebene.

Forderungsprogramm

Die Gesetzgebung für Verbrechensopfer hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert – nicht zuletzt auf Initiative des WEISSEN RINGES. Dennoch müssen wir im täglichen Umgang mit Menschen, die Opfer von Straftaten geworden sind, in Beratungs- und Krisengesprächen sowie im Rahmen der juristischen und psychosozialen Prozessbegleitung immer wieder schmerzliche Lücken in Österreichs Opfergesetzgebung feststellen.

In diesem Zusammenhang muss der WEISSE RING leider auch von vertanen Chancen sprechen. So ist die EU-Opferschutz-Richtlinie, die 2016 umgesetzt wurde, leider ungenügend ausgefallen. Mit der Anerkennung von lediglich einem Viertel der vorgeschlagenen „besonders schutzbedürftigen” Opfergruppen bleibt Österreich hier gegenüber dem EU-Vorschlag weit zurück.

Auch das österreichische Verbrechensopfergesetz (VOG) und die opferbezogenen Maßnahmen im materiellen Strafrecht und Strafprozessrecht sowie im Zivil- und Exekutionsverfahren sind verbesserungs- bzw. erweiterungswürdig. Ebenso der Bereich der Schulung der Strafverfolgungs- und juristischen Behörden.

So fordert der WEISSE RING zum Beispiel schon lange verpflichtende Schulungsblöcke zum besseren Verständnis der Opfersituation in den Grundausbildungen von Polizei, Bezirksanwält/inn/en und Richteramtsanwärter/innen.

Lesen Sie im folgenden die wichtigsten Forderungen des WEISSEN RINGES für eine menschenwürdige, opferschonende Behandlung von Menschen, denen durch andere schweres, oft kaum mehr wieder gutzumachendes Leid zugefügt wurde!

Unter Mithilfe der kriminalpolitischen sowie zivilrechtlichen und sozialpolitischen Fachbeiräte des Weissen Ringes wurden in den letzten Jahren durch entsprechende Gesetzesinitiativen eine Menge von Verbesserungen für die Lage der Verbrechensopfer erreicht. Dennoch sind eine Reihe von Forderungen unerledigt. Diese betreffen u.a.

Forderungsprogramm des Weissen Rings Österreich
zur Verbesserung der Stellung des Verbrechensopfers im Gesetz

Beschluss der Generalversammlung vom 28.11.2013

Obwohl in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die Lobbyarbeit der Verbrechensopferhilfeorganisationen eine Menge von Verbesserungen für die Lage der Verbrechensopfer erreicht werden konnte, sind doch noch eine Reihe von Forderungen unerledigt. Diese betreffen ua:


A. Umsetzung der EU-Opferschutzrichtlinie

B. Opferbezogene Maßnahmen im materiellen Strafrecht und Strafprozessrecht


C. Zivil- und Exekutionsverfahren


D. Organisatorische Begleitmaßnahmen


Weitere Forderungen

Der WEISSE RING setzt sich seit vielen Jahren mit der Opfersituation auf der Ebene der Gesetzgebung auseinander. Wir waren maßgeblich an der Verbesserung beteiligt.

Forderungsprogramm des Weissen Ringes im Interesse der Verbesserung der Situation der Opfer strafbarer Handlungen in Österreich

Hon.Prof. Dr. Udo Jesionek, Präsident des Weissen Ringes Österreich